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02.04.2025

Agent DOG


Die tierischen Geheimagenten sind unterwegs! In Agent DOG treten zwei Teams gegeneinander an, um ihre Spione unerkannt ins Ziel zu bringen. Doch Vorsicht: Nicht alles ist, wie es scheint. Figuren tauchen unter, wechseln ihre Identität und bringen so manchen Plan gehörig durcheinander. Agent DOG ist eine neue Variante des Spiels DOG, das im Schmidt Spiele-Verlag bereits in einigen Versionen veröffentlicht wurde. Alle DOG-Spiele (zuletzt DOG: Harry Potter) sind Varianten des klassischen „Mensch ärgere Dich nicht!“, statt zu würfeln spielen wir allerdings Karten aus, um unsere Bewegung zu bestimmen.

Spielablauf: Karten ausspielen und im Kreis laufen

Der Spielablauf ist eingängig: Jede Runde erhalten wir fünf Karten und tauschen eine davon mit unserem Partner. Dann werden die Figuren reihum bewegt – entweder mit simplen Zahlenkarten oder mit Spezialkarten, die Sprünge, das Aufteilen von Zahlen oder Tauschmanöver ermöglichen. Landen wir auf einem der ausgestanzten Felder, tauchen wir unter und unsere Figur wird umgedreht. Ab jetzt darf jeder Mitspieler die Figur bewegen, was einerseits ein Vorteil sein kann, weil wir so schneller vorankommen, aber andererseits auch dem gegnerischen Team in die Hände spielen könnte.


Wer bereits Spiele aus der DOG-Reihe kennt, wird sich bei Agent DOG schnell zurechtfinden, auch wenn die Spielregeln sich komplizierter anfühlen als notwendig. In den ersten Partien haben wir immer wieder Fehler gemacht bei der Frage, wer eigentlich wen wann bewegen darf. Das Spielprinzip ist jedenfalls bewährt, doch die Tarnmechanik bringt eine interessante neue Dimension hinein und ermöglicht cleveres Teamplay. Allerdings: Der Undercover-Mechanismus klingt spannender, als er sich letztlich anfühlt.


Auch ohne Würfeln ein Glücksspiel

Besonders in kleineren Runden fehlt es etwas an Dynamik. Agent DOG entfaltet sein Potenzial erst richtig mit vier Spielern – zu zweit oder dritt fühlt sich der Mechanismus aufgezwungen an. Zudem kann es frustrieren, wenn man durch ungünstige Kartenkombinationen in eine Sackgasse gerät und kaum strategische Optionen bleiben. Natürlich sind die DOG-Spiele mit ihrer Kartenmechanik taktisch eine gute Weiterentwicklung von „Mensch ärgere Dich nicht!“, ein Glücksspiel bleibt es dennoch!

Wenn ich keine Karte mit Startsymbol ziehe und mein Partner mir keine zuschieben kann, bin ich raus für die restliche Runde. Das fühlt sich einfach nicht mehr zeitgemäß an. Eine weitere Regel, über die ich nur noch den Kopf schütteln konnte lautet: Hast Du mindestens eine Karte auf der Hand, die du komplett ausführen kannst, musst du sie spielen. Auch wenn dies bedeutet, dass du am Ziel vorbeiziehst und eine komplette weitere Runde drehen musst. Warum gibt es so was?!?


Fazit: Nur für DOG-Fans und absolute Einsteiger

Für Fans der DOG-Reihe und Familien, die nach „Mensch ärgere dich nicht!“ und Monopoly den nächsten Schritt in die Welt der Brettspiele setzen wollen, ist Agent DOG eine solide Wahl. Wer jedoch auf wirkliche Strategie, Deduktion und Bluff im Agenten-Look hofft, wird hier wohl nicht ganz undercover glücklich.
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Agent DOG von Johannes Schmidauer-König
Erschienen bei Schmidt Spiele
Für 2-4 Spielende in ca. 45 Minuten ab 8 Jahren

sämtliche Bilder sind von uns selbst erstellt oder vom jeweiligen Pressematerial des Verlages (Schmidt Spiele)